Technische Aufrüstung der Fahrzeuge — Erhöhter Schulungsaufwand

Die Anfor­de­rung an Trans­port­un­ter­neh­men, ihre Mitar­bei­ter zu schu­len und zu sensi­bi­li­sie­ren, wird mit stei­gen­der Auto­ma­ti­sie­rung der Nutz­fahr­zeuge zuneh­men.

Der tech­ni­sche Fort­schritt bei der Weiter­ent­wick­lung von Fahrer­as­sis­tenz­sys­te­men im Nutz­fahr­zeug­be­reich schrei­tet unauf­halt­sam voran. Wenn die Tech­nik aber das Eingrei­fen des Menschen am Steuer spon­tan einfor­dert, wünschen wir uns alle, dass der Fahrer in der Lage ist, die Fahr­zeug­füh­rung wieder souve­rän zu über­neh­men.

Das geht nicht ohne Vorbe­rei­tung.

Aus vielen Gesprä­chen mit Kraft­fah­rern wissen wir, dass einige sich teil­weise blind auf die im Fahr­zeug verbau­ten tech­ni­schen Helfer­lein verlas­sen. Die Konse­quenz ist, dass sich der Fahrer in vermeint­li­cher Sicher­heit wiegt und seine Konzen­tra­tion auf den Stra­ßen­ver­kehr sinkt.

Jeder Mensch neigt bei einer Tätig­keit dazu, sich mit der Zeit bei seiner Konzen­tra­tion auf einem mitt­le­ren Anfor­de­rungs­ni­veau einzu­pen­deln. Somit werden bei einem durch Tech­nik entlas­te­ten Fahrer fahr­fremde Neben­tä­tig­kei­ten immer verlo­cken­der und die Ablen­kung vom Verkehrs­ge­sche­hen nimmt zu.

Wenn z.B. der Abstand­re­gel­tem­po­mat im Stra­ßen­ver­kehr den Eingriff des Fahrers fordert, bestünde dann für eine abge­lenkte Person wirk­lich noch ausrei­chend Zeit, um alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen zu erfas­sen?  Könnte der Fahrer dann noch ange­mes­sen reagie­ren, um die Situa­tion zu entschär­fen?

Sensi­bi­li­sie­ren Sie Ihre Mitar­bei­ter für diese Gefahr ausrei­chend und regel­mä­ßig!

Es ist heut­zu­tage vieler­orts immer noch gängige Praxis, dass Fahrer ihr Fahr­zeug erst in der tägli­chen Arbeits­rou­tine kennen­ler­nen. Fuhr­park­ver­ant­wort­li­che veran­schla­gen hier­für nicht immer ausrei­chend Zeit oder das Fahr­per­so­nal nimmt das Vertraut machen mit tech­ni­schen Details nicht ernst genug.

Die exakte Funk­ti­ons­weise, insbe­son­dere die Schwä­chen und Gren­zen einzel­ner Sicher­heits­sys­teme, blei­ben deshalb oftmals im Verbor­ge­nen.

Aus diesem Grund soll­ten sicher­heits­be­wusste Unter­neh­men auf eine inten­sive Einar­bei­tung ihres Perso­nals achten. Nur wenn die Gren­zen der Tech­nik und die Proble­ma­tik der Schnitt­stelle Mensch/Maschine bekannt sind, können die oftmals teuer einge­kauf­ten Sicher­heits­sys­teme im Fuhr­park auch ihre volle Wirkung entfal­ten.

Wir empfeh­len: Orga­ni­sie­ren Sie eine umfas­sende Einwei­sung Ihrer Mitar­bei­ter in die vorhan­de­nen Fahrer­as­sis­tenz­sys­teme!

Wenn Sie ihren Mitar­bei­tern Schu­lun­gen zu diesem Themen­be­reich anbie­ten, soll­ten Sie darauf achten, dass alle oben genann­ten Aspekte ausrei­chend beleuch­tet werden. Auch der Einsatz von Fahr­si­mu­la­to­ren oder prak­ti­schen Übun­gen kann ergän­zend in Betracht gezo­gen werden.

Für den Austausch zu diesem oder weite­ren Themen stehen wir Ihnen gerne zur Verfü­gung

Ihre SVG Consult